Kommunikationskonzepte
Kongruenz
Übereinstimmung zwischen verbalem Inhalt, Körpersprache und Stimmklang. Kongruente Antworten deuten auf Authentizität hin, während Inkongruenz auf Unsicherheit oder fehlende Erfahrung hinweisen kann. Wichtiger Indikator bei der Erfassung von Metaprogrammen.
Aus dem Fachbuch
Sehr wichtig ist auch die Kongruenz im Tonfall und Ausdruck des fragenden Interviewers. Auch hier gilt das Prinzip: Der Ton macht die Musik, d. h. der eigene nonverbale Ausdruck und Stimmklang ist wichtiger als die inhaltliche Formulierung. Wenn z. B. Graves3-Wörter wie „Selbstbewusstsein“, „Macht“ und „Kraft“ vom Tonfall in der Werte-Abgleichsfrage kraftvoll und machtbejahend ausgedrückt werden, rufen sie beim Befragten eine nonverbale Resonanz hervor, wenn der hinterfragte Wert ein Graves3-Wert ist. Je ausdrucksstärker und kongruenter die Werte-Zuordnungsfragen gestellt werden, desto höher ist ihr diagnostischer Wert. Hat der Recruiter selber ein emotionales Problem, z. B. mit Wörtern wie „Vorschriften und Regeln“ (Graves4), dann zeigt sich dies in inkongruenten Fragen und einer gefilterten Wahrnehmung. Dann ist die diagnostische Fähigkeit des Recruiters auf den jeweiligen Ebenen eingeschränkt.
Ralph Köbler: Neue Wege im Recruiting, 3. Auflage 2024Frag das Buch zu Kongruenz
Der KI-Berater sucht im Fachbuch „Neue Wege im Recruiting" und antwortet mit Quellenangabe.