Psychologische Konzepte

Werte

Das, was uns wichtig ist und uns motiviert. Werte können bewusst oder unbewusst wirken und sind neuropsychologisch im orbitofrontalen Kortex repräsentiert. Sie sind starke Motivatoren für Verhalten und bilden die Grundlage für Metaprogramm-Fragen: "Was ist Ihnen in Ihrer Arbeit wichtig?"

Aus dem Fachbuch

Wie im Kapitel „Die Neuropsychologie der Werte“ schon erwähnt, geht es hier nicht um eine philosophische Wertediskussion, sondern um handfeste, neuropsychologische Systeme. Einfach ausgedrückt sind Werte das, was uns wichtig ist. So können wir uns z.B. an unsere beruflichen Aktivitäten der letzten Jahre erinnern und uns fragen: „Was ist mir eigentlich in meiner Arbeit wirklich wichtig?“. Mögliche Antworten sind: Abwechslung, nette Kollegen, eine gute Beziehung zur Führungskraft, Weiterbildung, Karrieremöglichkeiten, viel Geld, Ansehen und Verantwortung. Dies alles sind Werte. Werte motivieren uns. Werte können bewusst oder unbewusst wirken. Werte entstehen aus der Generalisierung von sehr vielen Einzelbewertungen. Aus neuropsychologischer Sicht sind Werte konkrete Motivations- Netzwerke im orbitofrontalen Kortex (der Teil der Großhirnrinde, der über den Augen beginnt und sich dann mit dem Stirnhirn verbindet).

Jede Werteklasse fasst verschiedene Werte zusammen. Da Werte aus neurobiologischer Sicht etwas sehr Fundamentales sind, besteht eine Werteklasse zusätzlich aus einer bestimmten Weltsicht mit bestimmten Glaubensvorstellungen, einer typischen Lernstrategie und einer für diese Werteklasse typischen Selbstwahrnehmung. Jede Graves-Ebene hat dadurch ihre eigene Bewusstseinsstufe.

Ralph Köbler: Neue Wege im Recruiting, 3. Auflage 2024

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Dipl.-Psych. Ralph Köbler

Über den Autor

Dipl.-Psych. Ralph Köbler ist Geschäftsführer von potenzial.at und Autor des Fachbuchs "Neue Wege im Recruiting: Mehr Effektivität mit Gravesmodell und Metaprogrammen". Mit über 20 Jahren Erfahrung in Personaldiagnostik und Organisationsentwicklung hat er die esc Potenzialanalyse entwickelt, die Metaprogramme und Gravesmodell wissenschaftlich fundiert kombiniert.

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