Gravesmodell
Wertesystem
Im Gravesmodell beschreibt jede Ebene ein kohärentes Wertesystem, das sich aus spezifischen Lebensbedingungen entwickelt hat. Wertesysteme umfassen Weltanschauung, Motivationsstruktur und bevorzugte Lösungsansätze.
Aus dem Fachbuch
Dieses Grundprinzip der Evolution postulierte Clare Graves auch für die psychologische Entwicklung. Funktionierende Wertesysteme werden übernommen und durch neue Wertesysteme überlagert. So sind im heutigen Menschen verschiedene Wertesysteme aktiv, die aus unterschiedlichen Entwicklungsphasen der Menschheit stammen. In frühen Steinzeit- Kulturen war die Motivation von unmittelbaren Überlebenswerten wie Nahrung, Unterkunft, Wärme etc. geprägt. Mit dem Aufkommen sozialer Stammeskulturen wurden Zugehörigkeit und die Sicherheit, die der Stamm bietet, zu den zentralen Motivatoren. In weiterer Folge entwickelten sich komplexere Gesellschaften mit ihren Regeln und Gesetzen. Auch im heutigen Menschen sind alte archaische Wertesysteme weiter aktiv, werden aber durch moderne Wertesysteme überlagert. So wie der menschliche Embryo die biologische Evolution im Mutterleib nochmals durchläuft (Rekapitulationstheorie) und in einem frühen Stadium sogar Ansätze von Kiemen zeigt, so wiederholt ein Mensch auch die psychologische Werte-Evolution der Menschheit im Laufe seiner eigenen Persönlichkeitsentwicklung.
Das erste Wertesystem stammt aus der Altsteinzeit vor dem Jungpaläolithikum, d.h. aus der Zeit früher als vor ca. 45000 Jahren. Was war Menschen in dieser Zeit wichtig, welche Werte motivierten? Analog zur Motivations-Pyramidenbasis bei Abraham Maslow haben auf der Graves1-Ebene elementare Überlebenswerte Vorrang: z. B. Nahrung, Unterkunft, Wasser, Wärme und Sex.
Ralph Köbler: Neue Wege im Recruiting, 3. Auflage 2024Frag das Buch zu Wertesystem
Der KI-Berater sucht im Fachbuch „Neue Wege im Recruiting" und antwortet mit Quellenangabe.